Archiv der Kategorie: Technik

Zotero 3.0 ist fertig

Auf dem Zotero-Blog wurde heute bekannt gegeben, dass die 3.0-Version von Zotero nun endlich fertig und stabil ist, und folgende Neuerungen bringt:

  • Eine Standalone-Version, die ohne Mozilla Firefox läuft
  • Eine elegante Möglichkeit, doppelte Einträge zu finden und zu einem einzigen zu verbinden
  • Eine neue Benutzeroberfläche für das Word- bzw. OpenOffice-Add-In
  • Neue Funktionen für Zotero-Gruppen und das Teilen von Dokumenten (dazu werde ich später mal noch etwas schreiben)

In nächster Zeit wollen die Entwickler diese und andere Neuerungen in Ihrem Blog ausführlicher vorstellen, es lohnt sich also, dort immer mal vorbei zu schauen. Bis dahin gibt es erstmal das Zotero 3.0-Paket für Firefox und Standalone, sowie den Connector für Google Chrome und Safari auf der Download-Seite.

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Firefox-Version in 64-Bit: Waterfox

Spätestens seit Windows 7 ist es nicht mehr ganz unwahrscheinlich, dass man eine 64-Bit-Version von Windows benutzt. Dadurch können einzelne Programme sehr viel mehr Speicher nutzen, solange sie in 64-Bit kompiliert wurden (oder mit einigen Erweiterungen der 32-Bit-Compiler).

Ein User aus dem overclock.net-Forum hat deswegen eine auf Geschwindigkeit optimierte 64-Bit-Version von Firefox gebaut und vertreibt sie unter dem Namen Waterfox. Bei meinen Tests funktionierten alle von mir benutzten Erweiterungen, besonders natürlich Zotero.

Der einzige Nachteil ist allerdings, dass Waterfox standardmäßig eine englische Benutzeroberfläche hat, was sich allerdings mit den deutschen Sprachpaketen leicht beheben lässt (aktuelle Version hier). Nachdem man die de.xpi in Waterfox geöffnet hat, muss man nur noch in den erweiterten Einstellungen (in die Adresszeile about:config eingeben) den Wert von general.useragent.locale auf de ändern, dann ist Waterfox deutsch.

P.S.: Für die Indizierung von PDF-Dateien in Zotero ist sind dann allerdings die 64-Bit-Versionen der XPDF-Tools nötig, die in das Zotero-Verzeichnis kopiert und mit in pdfinfo-win64.exe bzw. pdftotext-win64.exe umbenannt werden müssen.

Sonnenallee auf Youtube–Und eine Möglichkeit, die GEMA zu ignorieren

Neuerdings ist einer meiner Lieblingsfilme, Sonnenallee, auf Youtube zu sehen. Ein sehr schöner Film, immer wieder empfehlenswert.

Allerdings gab es zuerst Ärger, da auch bei diesem Video eine GEMA-Warnung erschien und Nutzer aus Deutschland diesen ersten deutschen Film auf Youtube nicht anschauen konnten. Um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen gibt es die Möglichkeit, einen Ausländischen Proxy-Server zu benutzen, damit Youtube nicht bemerkt, dass  man es von Deutschland aus nutzt.

Da allerdings die Einrichtung einer dauerhaften Proxy-Verbindung eher Mühsam ist, und es außerdem eine Menge Sicherheitsbedenken dagegen gibt (jeglicher Datenverkehr des Browsers wird über den Proxy geleitet, auch Passwörter u. a.), wird eine Möglichkeit zur schnellen Umschaltung zwischen Proxy und normaler Verbindung benötigt.

Für Firefox gibt es da die Erweiterung Proxtube, die bei GEMA-gesperrten Youtube-Videos automatisch auf eine Proxy-Verbindung ausweicht. Für Google Chrome gibt es ProxyTube, allerdings funktioniert diese Erweiterung schon seit einiger Zeit nicht mehr richtig.

Eine in letzter Zeit durch das Internet geisternde Alternative ist Stealthy, eine Erweiterung für Firefox und neuerdings auch Google Chrome, die auf Knopfdruck eine Proxy-Verbindung aufbaut. Zusätzlich kann man das Land, in dem der Proxy stehen soll, selbst auswählen, so dass man auch US-Dienste wie Hulu nutzen kann. Funktioniert sehr gut, ich empfehle aber, die Proxy-Verbindung nach dem Laden des Videos wieder abzuschalten, aus den oben erwähnten Gründen.

Blogempfehlung: Das Fraunhofer Forschungs-Blog; außerdem Steve Jobs

Zuerst einmal muss ich ein wirklich interessantes Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft vorstellen, nämlich das Forschungs-Blog. Dort wird von Zeit zu Zeit so genanntes Dual-Blogging betrieben, also die gleichzeitige Aufarbeitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen einmal durch einen Artikel in durchgängiger Fachsprache, und einmal in Umgangssprache durch einen Journalisten bzw. Blogger. Dadurch kann man auch als Laie verstehen, was der Inhalt der Meldung ist, und sich in der Fachsprache fit machen.

Aber der Grund, warum ich das hier anspreche, ist eine Meldung zur Krankheitsverlauf von Krebs, in der die bisherigen Annahmen über die Streuung von Tumoren in den restlichen Körper in Frage gestellt werden. Es scheint so, dass Tumore viel eher Metastasen bilden, als bisher vermutet. Es ist also lebenswichtig, Krebserkrankungen so früh wie möglich behandeln zu lassen.

Steve Jobs hat dies nicht getan, und ist vermutlich aus diesem Grund seinem Bauchspeicheldrüsentumor erlegen. Allerdings hat er damit auch ein kaum zu widerlegendes Argument für medizinische Behandlung von Krankheiten geliefert, indem er sozusagen die Probe aufs Exempel (sein Exempel) gemacht hat. Und schließlich hat er am Ende auch noch eine ganze Menge Geld in die Krebsforschung geworfen, was auch anderen Menschen zu Gute kommen wird.

Windows einfach sicherer machen: Autoruns abschalten

Laut einer Studie von Microsoft (Bericht bei Lifehacker) werden 50% aller Malware-Infektionen unter Windows durch die Autorun-Funktion beim Einlegen eines Datenträgers oder Anstecken eines USB-Sticks verursacht. Durch das Abschalten dieser Funktion kann man also sein System potentiell sehr viel sicherer machen (besonders, wenn man oft fremde USB-Sticks benutzt).

Lifehacker gibt dazu zwei einfache Möglichkeiten an:

  1. Die Benutzung eines kleinen Programmes wie Disable Autorun oder Panda USB Vaccine
  2. Die Abschaltung der Autorun-Funktion über die Windows-Registry, bzw. mit Hilfe des Microsoft Fix-It-Scripts (auf der selben Seite).

Dadurch kann man also ungeschützten USB-Verkehr haben, ohne sich um Infektionen sorgen zu müssen.

Hilfreiche Zotero-Tips: Angehängte PDF-Dateien umbenennen

Zotero bietet die Möglichkeit, Dateien aller Art an Datenbankeinträge anzuhängen. Dies kann manuell vorgenommen werden oder automatisch über den Import von Verlags- oder Bibliotheksseiten passieren. Allerdings ist der Name der Datei dabei oft recht kryptisch, etwa “science.pdf” bei Volltexten des ScienceDirect-Katalogs von Wiley, so dass man zur späteren Weitergabe von Papers sinnvollerweise die Dateien umbenennen sollte.

Es gibt dafür zwei Vorgehensweisen, eine in Zotero eingebaut, die andere durch ein Add-On. Im folgenden will ich beide Möglichkeiten kurz beschreiben:

Angenommen, man hat ein Paper über den Zotero Connector importiert, wird die angehängte PDF-Datei folgendermaßen benannt:

Zotero_2011-11-10_12-37-41

Direkt in Zotero eingebaut ist die Möglichkeit, die Datei mit den Daten des Eintrags umzubenennen:

Zotero_2011-11-10_12-38-48

Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus:

Zotero_2011-11-10_12-40-40

Die andere Möglichkeit ist die Nutzung des Add-Ons ZotFile, das außerdem noch einige andere nützliche Funktionen, wie den automatischen Import von PDFs aus festgelegten Dateiordnern hinzufügt. Damit ist außerdem die automatisierte Umbenennung mehrerer PDFs möglich, und man muss nicht für jede einzelne Datei klicken.

Zotero_2011-11-10_12-40-12

Das Ergebnis sieht ähnlich aus:

Zotero_2011-11-10_12-41-02

Wenn man nun die PDFs exportiert, z.B. um sie an Kollegen weiter zu geben, sind diese schon ordentlich mit Autor, Titel, Jahr, Publikation und Ausgabe benannt.


P.S.: Das Paper ist eines über Veränderungen im Belohnungssystem des menschlichen Gehirns, die der Toxoplasmose-Parasit auslöst. Ein sehr interessantes Thema, wie ich finde, eine Zusammenfassung findet sich hier.

Neuere Features von Zotero nutzen mit den Beta-Versionen

In meinem letzten Artikel zum Thema habe ich kurz umrissen, wie man die Zotero-Datenbank sichert, um ruhigen Gewissens die Vorab-Versionen benutzen zu können.

Die aktuelle Beta von Zotero 3.0 bringt unter anderem folgende Neuerungen mit:

  • Eine Standalone-Version, die ohne einen installierten Firefox läuft
  • Erweiterungen für Google Chrome und Apple Safari, um Literatur auch in
  • diesen Browsern sammeln zu können
  • Automatische Erkennung von doppelten Einträgen in der Datenbank
  • Einen überarbeiteten Zitations-Dialog in den Textverarbeitungs-Plugins

Da ich selber lieber Google Chrome nutze als Firefox, ist natürlich die Möglichkeit eines eigenständigen Zotero-Programms sehr hilfreich, allerdings ist unbedingt daran zu denken, dass der Zotero-Connector für Chrome dann mit installiert werden sollte, der auch nicht mit der eingebauten Chrome-Synchronisation rechnerübergreifend aktuell gehalten wird.

Eine andere, allerdings potentiell instabilere, Vorab-Version von Zotero ist Multilingual Zotero, in dem die Eintragsdaten in der Datenbank um einige Datenfelder erweitert werden, um Zitationen in verschiedenen Sprachen und Schriften (kyrillisch, arabisch, etc.) zu ermöglichen. Diese gibt es allerdings noch nicht als Standalone-Version, und manchmal kommen die Entwickler nicht schnell genug mit den Update-Zyklen von Firefox mit, so dass ab und an die komplette Erweiterung vorübergehend deaktiviert wird. Allerdings sind einige interessante Funktionen nur mit der Multilingual-Version zu haben, so dass man unter Umständen in diesen sauren Apfel beißen muss.

Nach und nach sollen die Funktionen der Entwickler-Versionen in die Hauptversion mit einfließen, diese wird etwa jedes Vierteljahr erneuert.

Backup der Zotero-Datenbank: Sicher ist sicher!

Da Zotero sehr aktiv weiterentwickelt wird, enthalten die Beta-Versionen oft neue Funktionen, die für den Einen oder Anderen nützlich sein könnten. Wie es bei Vorabversionen allerdings üblich ist, könnten unter umständen Fehler enthalten sein, die die Datenbank beschädigen können, ein Backup ist also auf jeden Fall anzuraten (allgemein gilt das natürlich für alle Daten, die irgendwie wichtig sind).

Da die Zotero-Datenbank komplett in einem eigenen Verzeichnis liegt, muss man also nur dieses eine Verzeichnis komplett sichern. Das Datenverzeichnis ist in den Zotero-Einstellungen unter

Erweitert –> Datenverzeichnis anzeigen

zu finden. Dort kann man auch ein Verzeichnis selbst angeben, das man dann z.B. über Dropbox sichern und synchronisieren kann.

Zum Sichern des Datenverzeichnisses kann man es nun entweder einfach kopieren (bzw. mit einem anderen Ordner synchronisieren, etwa mit Microsofts SyncToy), oder man kann ein automatisiertes Backupprogramm nutzen. Ich persönlich empfehle Duplicati, da es kostenlos ist und sich sehr gut im Hintergrund hält, sowie die Sicherung auf Netzwerkserver mit FTP, SSH, WebDAV und anderen Protokollen unterstützt. Außerdem werden die Backups auf Wunsch verschlüsselt und komprimiert, eine Speicherung auf Online-Festplatten wie STRATO HiDrive, 1&1 SmartDrive u.ä. ist also ausspähsicher möglich. Verschiedene Anleitungen für die Einrichtung eines Backups für lokale und verschiedene Online-Medien sind hier zu finden.

Wenn die Datenbank in Sicherheit gebracht wurde, kann man ganz  beruhigt auch die Beta-Versionen nutzen, ohne Angst vor Datenverlust haben zu müssen.

Literatur verwalten mit Zotero

Im Laufe meines Studiums habe ich verschiedene Programme zur Verwaltung von Literatur ausprobiert, unter anderem Bibliographix, Citavi, Mendeley, Jabref, und Visual Composer für Office, aber keines davon passte so gut zu meiner persönlichen Arbeitsweise wie Zotero.

In seiner aktuellen Version läuft Zotero als Add-On für Firefox, ist kostenlos und Open Source, und hat mit die komfortabelste Integration in verschiedene Office-Programme. Ich werde in nächster Zeit hier nach und nach ein kleines Nachschlagewerk zur Bedienung und Benutzung erstellen, in dem ich vor allem auf Fragen eingehe, die während der täglichen Arbeit aufgekommen sind, und die ich durch Recherchen außerhalb der offiziellen Hilfeseiten beantworten konnte.

Doch zuerst die Grundlagen:

Zotero kann entweder über den Add-On-Dialog von Firefox, oder über die Zotero-Projektseite installiert werden. Als nächstes sollte man sich erst einmal die Kurzanleitung ansehen, um die Grundlagen zu lernen. Wer Englisch kann, kann auch die verschiedenen Videoanleitungen ansehen und wird dort umfassend in die grundlegenden Bedienschritte eingewiesen. Auch die häufig gestellten Fragen sind für den Anfang eine gute Quelle für Informationen.

Nachdem die grundlegende Bedienung klar ist, kann man sich dann mit diffizileren Problemen beschäftigen, aber dazu komme ich in späteren Einträgen.

Anonymous als Kulturphänomen

Auf Wired gibt es aktuell eine Artikelserie zum Thema „Anonymous: Behind the Mask“, in der die anarchische Protestbewegung als kulturelles Phänomen analysiert wird. Den ersten Teil gibt’s hier:

Anonymous-2011 | Threat Level | Wired.com.

(via Nerdcore)