Blogempfehlung: Das Fraunhofer Forschungs-Blog; außerdem Steve Jobs

Zuerst einmal muss ich ein wirklich interessantes Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft vorstellen, nämlich das Forschungs-Blog. Dort wird von Zeit zu Zeit so genanntes Dual-Blogging betrieben, also die gleichzeitige Aufarbeitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen einmal durch einen Artikel in durchgängiger Fachsprache, und einmal in Umgangssprache durch einen Journalisten bzw. Blogger. Dadurch kann man auch als Laie verstehen, was der Inhalt der Meldung ist, und sich in der Fachsprache fit machen.

Aber der Grund, warum ich das hier anspreche, ist eine Meldung zur Krankheitsverlauf von Krebs, in der die bisherigen Annahmen über die Streuung von Tumoren in den restlichen Körper in Frage gestellt werden. Es scheint so, dass Tumore viel eher Metastasen bilden, als bisher vermutet. Es ist also lebenswichtig, Krebserkrankungen so früh wie möglich behandeln zu lassen.

Steve Jobs hat dies nicht getan, und ist vermutlich aus diesem Grund seinem Bauchspeicheldrüsentumor erlegen. Allerdings hat er damit auch ein kaum zu widerlegendes Argument für medizinische Behandlung von Krankheiten geliefert, indem er sozusagen die Probe aufs Exempel (sein Exempel) gemacht hat. Und schließlich hat er am Ende auch noch eine ganze Menge Geld in die Krebsforschung geworfen, was auch anderen Menschen zu Gute kommen wird.

Nazis im Osten? Wo doch die DDR so schön sozialistisch war…

Auf Welt Online schreibt Freya Klier über die Vorarbeit, die die DDR für die Verankerung autoritärer und fremdenfeindlicher Ideen in der Gesellschaft geleistet hat. Und das sieht nicht gut aus für die alten Kader, die heute in der Linkspartei genau diese Zustände anprangern, obwohl sie sie teilweise mit zu verantworten haben…

Braunes Erbe der DDR: „Neger“, „Fidschis“ und die Heuchelei der Linken – Nachrichten Debatte – Kommentare – WELT ONLINE.

Satt werden durch Kaugummikauen

Eine australische Forschungsgruppe erforscht derzeit die Auswirkungen des Hormons PYY auf den menschlichen Körper, das an der Regulierung des Hungergefühls beteiligt ist. Nun hat eine Studie gezeigt, dass man eine sättigende Wirkung auch über die orale Aufnahme des Hormons erreichen könnte. Zum Beispiel durch präparierte Kaugummis.

Wenn das mal nicht ein Thema für die Brigitte wäre…

Chew gum, lose weight? Hormone that helps people feel full after eating can be delivered into bloodstream orally.

Update: Wem das zu aufwändig ist, der kann ja vielleicht auch durch Zuckerkügelchen im Schlaf abnehmen

Hilfreiche Tips für Zotero: Schnelle Suche nach Dokumenten mit Qnotero

Falls man auf die Schnelle ein bestimmtes Paper sucht, ist es unter Umständen müßig, immer extra Firefox bzw. Zotero-Standalone zu starten. Denn dadurch muss man z.B. (bei Firefox) erst den obligatorischen Update-Vorgang durchklicken, um danach dann erst die Zotero-Suche starten zu können. Im Zotero-Forum findet sich der Link zu einem kleinen Programm, dass dieses Problem löst.

Es nennt sich Qnotero und ist hier zu finden. Nach dem ersten Start fragt das Tool nach dem Zotero-Datenverzeichnis, bzw. kann man automatisch danach suchen lassen. (Wie man das Datenverzeichnis findet, habe ich in meinem Artikel zum Backup einer Zotero-Datenbank genauer erläutert) Im Anschluss findet man ein Qnotero-Symbol im System-Tray, unter Windows 7 muss man allerdings erst die dauerhafte Anzeige des Symbols einschalten (kleines Dreieck klicken –> Anpassen…).

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Mit einem Klick auf das Symbol öffnet sich das Programmfenster

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in dem man nun nach Titeln, Autoren, Veröffentlichungsjahren usw. suchen kann.

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Mit einem Doppelklick auf das Suchergebnis kann man dann die angehängten Dateien öffnen.

Um den Vorgang weiter zu vereinfachen, könnte man nun noch ein Tastaturkürzel festlegen, mit dem man das Fenster schnell öffnen kann. Dies funktioniert mit Windows-Bordmitteln, nämlich in den Eigenschaften der Programmverknüpfung, die die Installation des Programms auf dem Desktop erstellt:

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Unter “Tastenkombination” kann man ganz nach Belieben ein Kürzel festlegen, mit dem das Suchfenster geöffnet wird. So kann man auch den zusätzlichen Klick auf das Qnotero-Symbol wegrationalisieren.

Hilfreiche Tips für Zotero: Zotero Standalone

Seit dem letzten Beta-Release bietet Zotero eine Standalone-Version an, die ohne Firefox läuft. So kann man die allermeisten Funktionen von Zotero auch nutzen, wenn man Google Chrome oder Apple Safari nutzt. Das hat ausserdem den Vorteil, dass man bei den in letzter Zeit sehr häufig auftretenden Kompatibilitätsproblemen mit dem schnellen Update-Zyklus des Mozilla-Browsers nicht immer auf eine aktualisierte Zotero-Version warten muss. Solange Zotero Standalone im Hintergrund läuft, schaltet sich die Firefox-Erweiterung automatisch in den Connector-Modus, in dem sie alle Befehle direkt an Standalone übergibt.

Zotero Standalone kann man auf der 3.0 Beta Downloadseite bekommen, und bei der Installation werden auch gleich die Word- und OpenOffice-Plugins mit installiert. Das Programmfenster sieht genau so aus, wie  der maximierte Zotero-Tab im Firefox.

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Alle wesentlichen Funktionen sind enthalten, sogar eine Add-On-Verwaltung ist integriert, in der man die meisten Add-Ons für Firefox-Zotero installieren kann (Standalone basiert auf XULRunner, der Basis aller Mozilla-Produkte).

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Wenn man z.B. ZotFile direkt von der Add-On Seite von Mozilla herunterlädt, kann man diese Erweiterung auch in Standalone einbinden.

Durch die Installation des Connectors finden sich die Zotero-Schaltflächen auch in Google Chrome:

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Auch ansonsten funktioniert Zotero Standalone genau wie die Erweiterung für Firefox, nur eben ohne Firefox.

Was kommt in Zukunft auf den Teller? Künstliches echtes Fleisch.

REUTERS berichtete letztens über den Fortschritt einer US-Forschungsgruppe, so genanntes “Cultured meat”, also im Labor künstlich erzeugtes Fleisch, herzustellen. Wenn dies irgendwann großtechnisch umsetzbar sein sollte, wäre das die Lösung für eine ganze Reihe von Problemen. Massentierhaltung ist schließlich nicht nur aus ethische Perspektive fragwürdig, sondern vor allem ökonomisch nicht gerade effizient.

And conventional meat production is also notoriously inefficient. For every 15 grams of edible meat, you need to feed the animals on around 100 grams of vegetable protein, an increasingly unsustainable equation.

Zur Zeit ist das Herstellungsverfahren noch ein Proof-of-Concept, und auch der Geschmack lässt noch zu wünschen übrig.

"It’s not very tasty yet," Post said. "That’s not a trivial thing and it needs to be worked on."

But with the right amounts and right types of fat, perhaps a little lab-grown blood to give it color and iron, Post is confident he can make his Petri dish meat look and taste as good as the real thing.

Ich persönlich bin jedenfalls gespannt, was uns da noch erwarten wird. Hoffentlich wird die bei uns verbreitete Technik- und Wissenschaftsfeindlichkeit (siehe z.B. die Bio-Bewegung und Gentechnikgegner) nicht auch diese Technik aus Europa fernhalten…

Griechen raus aus dem Euro? Lieber nicht…

Ali Arbia diskutiert in seinem Blog, ob ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone die Krise des Euroraums verringern könnte, und zeigt einige gute Argumente dafür auf, dass kein einziges Problem damit gelöst wäre. Eher würde es sogar noch schlimmer werden. Leseempfehlung.

Euro-Austritt als Ende der griechischen Tragödie? | zoon politikon

Hilfreiche Tips für Zotero: Zotero und BibTeX einfacher benutzen

Auch für Benutzer des Textsatzsystems LaTeX ist Zotero ein hilfreicher Begleiter, allerdings sind hier einige kleinere Hürden zu überwinden.

Standardmäßig unterstützt Zotero den Export von Sammlungen in eine BibTeX-Datei, sowie den Drag-and-Drop-Export von BibTeX-Datensätzen in folgender Form:

@article{prandovszky_neurotropic_2011,
title = {The Neurotropic Parasite Toxoplasma Gondii Increases Dopamine Metabolism},
volume = {6},
issn = {1932-6203},
url = {http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0023866},
doi = {10.1371/journal.pone.0023866},
journal = {{PLoS} {ONE}},
author = {Prandovszky, Emese and Gaskell, Elizabeth and Martin, Heather and Dubey, J. P. and Webster, Joanne P. and {McConkey}, Glenn A.},
editor = {Ho, Paulo Lee},
month = sep,
year = {2011},
pages = {e23866}
}

Wenn der verwendete LaTeX-Editor (ich persönlich empfehle TeXnicCenter) allerdings keine eingebaute Möglichkeit zur effizienten Verwaltung von Zitaten hat, kann man auch direkt Zotero dafür verwenden. Allerdings braucht man hierfür einen neuen Export-Stil, der nur die BibTeX-Key exportiert. Im Zotero-Forum findet sich ein Thread zum  Thema, in dem auch (letzter Eintrag) eine ZIP-Datei mit den Translators zum Download angeboten wird (diese müssen in den Ordner translators im Zotero-Datenverzeichnis kopiert werden).

Wenn man im Einstellungsdialog dann BibTex (\cite) als Standardausgabeformat wählt,image

kann man per Drag-and-Drop die richtigen BibTeX-Referenzen einfügen:

\cite{prandovszky_neurotropic_2011}

Zuvor muss man allerdings die Literatur, die man verwenden will, in eine BibTeX-Datei exportiert und diese in das LaTeX-Dokument eingebunden haben. Eine vollständige Anleitung für LaTeX findet sich hier, und mit einer beherzten Google-Suche.

“Die Finanzmärkte” sind nicht schuld

Auf dem F.A.Z.-Wirtschaftsblog Fazit schreibt Alexander Armbruster über die Notwendigkeit von Finanzmärkten und ihre demokratisierenden Wirkungen. Außerdem stellt er zu recht fest, dass die derzeitige Schieflage der (EU)-Staaten vorrangig durch eine zu sehr auf Schulden basierende Finanzierung des Gemeinwesens zurück zu führen ist.

Ehrlicherweise dürften wir nicht überrascht davon sein, dass die Soziale Frage zum Thema an den Märkten wird, nachdem sie an die Börse gebracht worden ist. Schließlich ist es meist ein Börsengang der Sozialen Frage, wenn Staaten am Kapitalmarkt Geld leihen.

Dem kann ich nur zustimmen, viele von den heutigen Problemen hätte man mit etwas Zurückhaltung durchaus vermeiden können. Aber wer sich nur durch Schulden finanzieren kann, ist natürlich auf wohlwollende Kreditgeber angewiesen. Wenn man diese durch sein Geschäftsgebaren verprellt (z.B. durch die Verweigerung der Rückzahlung, also einen “Schuldenschnitt”), dann steht man eben dumm da. Und dafür können die “Finanzmärkte” nun mal nichts.

Einen anderen wichtigen Punkt will ich hier mal unkommentiert lassen:

Und eines sollte zum Schluss auch nicht vergessen werden: Die internationale Vernetzung, die wir auf den Weltfinanzmärkten mittlerweile erreicht haben, mag kompliziert und unübersichtlich und vielleicht auch anfällig sein. Sie führt aber auch dazu, dass sich (finanzvernetzte) Länder zweimal überlegen, ob und wie sie miteinander streiten, die vielen Gipfel sprechen Bände. Die hohe Vernetzung erzwingt Zusammenarbeit und die Suche nach gemeinsamen Lösungen und sichert ein Stück weit den Weltfrieden.

Klare Leseempfehlung für

Wir brauchen Finanzmärkte – schon allein für den Weltfrieden auf FAZ.NET

Hilfreiche Tips für Zotero: Dokumente in Bibliotheken finden durch OpenURL

Für den Fall, dass man zwar bibliographische Informationen eines Dokuments hat, aber nicht das Dokument selbst, kann man mit Hilfe von OpenURL die lokale Bibliothek von Zotero durchsuchen lassen.

Zuerst muss man dazu den richtigen OpenURL-Resolver in den Einstellungen festlegen:

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Man kann entweder nach Resolvern suchen lassen, oder sich den richtigen Resolver aus der Resolver-Liste deutscher Universitäten abschreiben. Wenn man nun das Zotero-Suchfeld nutzt, bzw. einen Datenbankeintrag markiert hat, kann man ein “Library-Lookup” durchführen, der das gesuchte Dokument im lokalen Bibliotheksbestand sucht.

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Die Ergebnisse werden dann auf einer (bibliotheksabhängigen) Übersichtsseite dargestellt:

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